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Zwieselberg bekommt schnelles Internet


Am vergangenen Freitag (7. August) wurde nach zweijähriger Planung der offizielle Startschuss für den Breitbandausbau auf dem Zwieselberg gegeben. Vertreter der Stadt, der beteiligten Firmen sowie des Gemeinderates freuten sich beim symbolischen Baustart, dass einer der letzten weißen Flecken im Stadtgebiet an das kabelgebundene Internet angeschlossen wird. Ab Mitte Oktober werden die einzelnen Hausanschlüsse realisiert. Vom Ausbau profitiert auch der Bereich Langenwaldsee, der durch ein Abzweig entlang der Trasse ebenso an die Datenautobahn angeschlossen wird.
 
Für Oberbürgermeister Julian Osswald ist klar: „Dieser Spatenstich katapultiert Zwieselberg in das nächste Jahrtausend. Für uns eine echte Investition in die Zukunft.“ Für ihn gehört die Breitbandversorgung zur Daseinsversorgung und „sollte daher wie Wasser und Strom, jedem Bürger zur Verfügung stehen.“ Das Besondere an der Anbindung auf dem Zwieselberg sei, dass jeder Haushalt direkt an das Glasfaserkabel angebunden wird, die sogenannte letzte Meile entfällt. Hierfür wird eine rund sieben Kilometer lange Glasfaserleitung auf den Zwieselberg verlegt. Angeschlossen wird die Datenleitung am neuen Verteiler (PoP) am Landratsamt. Die Verlegung des Glasfaserkabels selbst startet an der Rappenstraße, von dort führt die Trasse über den Teuchelwald und den Unteren Zwieselberg bis auf den Zwieselberg. „Seit Beginn meiner Amtszeit arbeiten wir an diesem Thema – es ist gut zu sehen, was man mit Beharrlichkeit erreichen kann.“ Diese Beharrlichkeit hatte auch Beate Gernsheimer. Als Einwohnerin von Zwieselberg und Stadträtin hat sie immer wieder das Thema Breitband mit Nachdruck platziert. Umso erfreulicher war es für sie und für alle Beteiligten der Stadt, als Anfang 2019 der bewilligte Förderbescheid vom Land ins Rathaus kam. Der Ausbau wird mit rund 667.000 Euro vom Ministerium für Inneres, Digitalisierung und Migration Baden Württemberg bezuschusst. Dies sind 69 Prozent der anfallenden Kosten, den Rest investiert die Stadt. Aber auch die Nutzer beteiligen sich mit einem Eigenanteil für den Hausanschluss an den Ausbaukosten.
 
Elke Latscha Wirtschaftsbeauftragte der Stadt und Koordinatorin des Breitbandausbaus freut sich über den Baustart: „Unzählige Feinabstimmungen sind in so einem Projekt im Vorfeld nötig.“ Sie lobte die gute Zusammenarbeit und Koordination mit dem Landratsamt sowie mit dem Ingenieur-Büro Kirn und der RALA NGN Germany GmbH, die für die Ausbauplanung verantwortlich sind. Die Tiefbauarbeiten starten in der letzten Augustwoche. „Wir sind sehr froh, dass wir auch bei diesem Projekt die Firma Strabag GmbH als erfahrenen Partner im Breitbandausbau an der Seite haben“, erklärt Rudolf Müller, Leiter des Amtes für Stadtentwicklung. Für ihn ist eine zeitgemäße Infrastruktur das A&O, um einen Rückgang der Einwohner in den Teilorten aufzuhalten und auch weiterhin junge Familien dort zu halten oder anzusiedeln.

Verwaltung und Stadtrat auf dem Zwieselberg

Foto: Oberbürgermeister Julian Osswald, Amtsleiter für Stadtentwicklung Rudolf Müller, Wirtschaftsbeauftragte Elke Latscha, sowie Stadträtinnen und Stadträte mit dem Bürgeranwalt von Zwieselberg



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