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"Toilette für alle" eröffnet



Einfache Rollstuhl-WCs und Baby-Wickeltische gibt es inzwischen oft. Doch es gibt viele Menschen mit schweren und mehrfachen Behinderungen, die keine Toilette nutzen können. Sie sind inkontinent, tragen Windeln und diese müssen im Liegen gewechselt werden. Ein Stadtbummel mit der ganzen Familie? Ein Ausflug ins Eiscafé? Diese – und viele weitere, ganz alltägliche Dinge sind nicht möglich, wenn unterwegs „Orte zum Wechseln“ fehlen. Die Alternative zum „zuhause bleiben“ lautet: sich auf dem Fußboden einer öffentlichen Toilette oder auf der Rückbank des Autos auf dem Parkplatz wickeln zu lassen. "Diesen Zustand empfinden Menschen mit Behinderungen zu Recht als menschenunwürdig und unzumutbar", so Jutta Pagel-Steidl, Geschäftsführerin des Landesverbandes für Menschen mit Körper- und Mehrfachbehinderung Baden-Württemberg e. V.

Unter einer "Toilette für alle" versteht man ein Rollstuhl-WC mit zusätzlicher Pflegeliege, Lifter und ganz viel Bewegungsfläche. Oberbürgermeister Julian Osswald und Jutta Pagel-Steidl eröffneten sie am 18. August gemeinsam mit Mitgliedern des Gemeinderats auf dem Unteren Marktplatz. Osswald bezeichnete die Einrichtung als "großes Zeichen für eine inklusive Gesellschaft". Man habe mit dem Umbau der öffentlichen Toilettenanlagen auf dem Unteren Marktplatz den bestmöglichen Standort verwirklichen können, so der OB. Die Gesamtkosten von 19.000 Euro wurden mit 12.000 Euro vom Land Baden-Württemberg bezuschusst.

Toilette für alle
Auf dem Foto v.l.n.r.: Rudolf Müller (Leiter des Amtes für Stadtentwicklung), Oberbürgermeister Julian Osswald, Stadtrat Fritz Volpp, Jutta Pagel-Steidl (Geschäftsführerin des Landesverbandes für Menschen mit Körper- und Mehrfachbehinderung Baden-Württemberg e. V.), Stadtrat Eberhard Haug, Stadträtin Beate Gernsheimer





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